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Montag, 02 Oktober 2017 07:17

Die Geschichte der Segelschifffahrt, Teil 1: Mit dem Schilfboot über den Pazifik? Featured

Kon-Tiki, Bild von der norwegischen Nationalbibliothek, CC 2.0

 


Weder die Entdeckungsreisen berühmter Europäer wie Christopher Kolumbus, noch der schrittweise Ausbau des Welthandels über das Meer, wäre ohne Segelschiffe möglich geworden. Dabei reicht die Nutzung des Segels zurück bis weit vor Christi Geburt, und nur durch stetige Weiterentwicklung der Schiffe konnten sie zur heutigen Perfektion gelangen.

Heute sind Segelfrachter praktisch von der Bildfläche des Welthandels verschwunden. Sie sind zu sehr abhängig von Wind und Wetter, zu schwer integrierbar in die straffen Zeitpläne des modernen Seefrachtverkehrs. Hier, wo tausende Container innerhalb von Stunden be- und entladen werden, wo Liegezeiten kostenintensiv sind und Verspätungen die Bilanz verschlechtern, ist kein Spielraum für unvorhersehbares. Dennoch: In Nischenmärkten lebt diese alte Sparte wieder auf, und hat mit den Schiffen Avontuur und Tres Hombres ihre wohl bekanntesten Vertreter gefunden. 

Ob darin auch die Zukunft liegt bleibt abzuwarten - die Vergangenheit, in der diese Frachtensegler stehen, ist jedoch zweifelsohne eine reiche und goldene.

 

Vom Schilfboot mit Flachboden... 

Wann genau die ersten Segelschiffe fuhren, ist schwer zu sagen, da Aufzeichnungen fehlen die das hätten festhalten können. Es wird jedoch angenommen, dass Segelfrachtschiffe bereits lange vor den ersten auffindbaren Hinweisen bei den Ägyptern, im Einsatz waren. Projekte wie die Pazifiküberquerung Thor Heyerdahls in einem Schilfboot (Kon-Tiki, siehe Abbildung oben), versuchten für einen früheren Gebrauch von Segelkraft auf Schiffen den praktischen Beweis zu erbringen.

Dennoch reicht der erste Beleg für den Gebrauch von Segeln auf Schiffen zurück bis zumindest 3000-4000 Jahre v. Chr.

Während zunächst nur Schilfflöße genutzt wurden um den Nil zu befahren, wobei der Vortrieb zunächst wohl mit Paddeln bewerkstelligt wurde, wurden schließlich immer strömungsfreundlichere Formen entwickelt und auch Segel genutzt.

 

...zum Kielschiff aus Holz

Einen Makel hatten diese Schiffe jedoch, und das war ihr flacher Boden. Während Bug und Heck bereits abgerundet wurden, fehlte nach wie vor die Idee einen Kiel zu bauen, um die Vortriebskraft des Segels gut in den Rumpf zu leiten. Zudem würde dieser die Geradeausfahrt des Segelschiffes ermöglichen, auch wenn der Wind nicht direkt in Fahrtrichtung weht.

Die Erfindung des Kielschiffs wird den Phöniziern zugeschrieben, und wurde von den Griechen und Römern übernommen. Schiffstypen wie die Triere waren zwar primär Ruderschiffe, hatten jedoch auch Segel, die durch den Kiel auch effizient eingesetzt werden konnten.

 

Weiter geht es dann nächste Woche mit Sprietsegel und Kraweel, Römer und Vikinger

 

Übrigens: Das originale Floß von Thor Heyerdahls erfolgreicher Pazifiküberqueerung im Jahr 1947 befindet sich derzeit im Kon-Tiki-Museum Oslo. Beim nächsten City-Trip in die norwegische Hauptstadt sicher einen Besuch Wert.

 

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