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Dienstag, 02 August 2016 06:18

Chinas Atlantis: Die Wiederentdeckung der verlorenen Stadt ShiCheng

Bilder: via wherecoolthingshappen.com



In den 50ern ist die im Jahre 208 n.Chr. gegründete Stadt ShiCheng (Löwenstadt) verloren gegangen, begraben von tonnenschweren Wassermassen. Doch die antike Metropole existiert noch, und ist sogar für Taucher zugänglich.

Der Errichtung der Xin'an-Jiang-Talsperre in der chinesischen Provinz Zhejiang folgte im Jahre 1959 die Überflutung eines 573 km2 großen Areals. Dies war nötig, um mit dem im Staudamm integrierten Wasserkraftwerk, das wirtschaftlich aufstrebende Land mit Energie zu versorgen.

ShiCheng fiel dabei den Plänen der Staudamm-Erbauer zum Opfer. Obwohl es sich bei der aus der Zeit der Östlichen Han-Dynastie stammenden Stadt um ein historisch besonders wertvolles Prachtstück handelte.


han dynastie shinchen löwenstadt tauchen

Eine Skizze der Löwenstadt, vor ca. 1300 Jahren


Glücklicherweise hat die Überflutung der Löwenstadt jedoch kaum geschadet. Sie befindet sich heute in einer Wassertiefe von 26 bis 40 Metern, und ist erstaunlich gut erhalten. Sogar Holzbalken sind teilweise noch vorhanden.

Leider ist die Sichtweite ab knapp 30 Metern jedoch minimal: Ein Team von National Geographic gab an, ab einer Tiefe von ca. 28 Metern von völliger Dunkelheit umgeben gewesen zu sein. Dank Tauchlampen konnten sie jedoch immerhin eine Sichtweite von zwei Metern erreichen.


shichen qiandao see


Während seiner Blütezeit hatte die Löwenstadt fünf Stadttore, jedes mit einem Wachturm ausgestattet. Sechs steinerne Hauptstraßen verbanden das Stadtzentrum mit den äußeren Gebieten.


unterwasser stadt china


Von der Oberfläche lässt sich heute nicht ansatzweise erahnen, was für Schätze sich unter dem See verbergen. Der Name des Qiandao Sees bedeutet übrigens "See der tausend Inseln" - aus gutem Grund: Auf ihm befinden sich alleine 1078 größere Inseln, neben zahllosen kleineren.

Und, auf seinem Grund, die verlassene Unterwasserstadt ShiCheng, konserviert im tiefschwarzen, lichtlosen dunkel des Sees.


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