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Freitag, 27 Oktober 2017 12:46

IMO von Unternehmen gekapert? Lobbybeobachter alarmiert

Bild von Hummelhummel, CC 3.0



Ein Bericht der Lobbybeobachter von InfluenceMap sorgt derzeit für Aufsehen: In ihm wird die aggressive Lobbyarbeit von Reedereiverbänden gegen striktere Umweltvorschriften in der Schifffahrt angeprangert. Besonders brisant: Fast ein Drittel der Mitgliedsstaaten lassen sich in der IMO durch Lobbyisten vertreten.


Paris Dank Lobby abgeschmettert

Obwohl bereits 3% der weltweiten Treibhausgase auf die Schifffahrt zurückzuführen sind, und trotz eines erwarteten Anstiegs auf 17% bis 2050, blieb die Seefahrt vom Pariser Klimaabkommen unberührt.

Allen voran hat die International Chamber of Shipping offensiv gegen eine Durchsetzung strikterer Umweltvorschriften in der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) gekämpft - mit Unterstützung zahlreicher starker Reedereiverbände, BIMCO und des World Shipping Council.


31% der Stimmen gekauft?

Dem Bericht zufolge (hier einsehbar: InfluenceMap) lassen sich beinahe ein Drittel der stimmberechtigten Nationen in der IMO teilweise durch Unternehmensinteressen vertreten. Damit ist die Seeschifffahrts-Organisation die einzige UN-Agentur mit einem derartigen Lobby-Einfluss durch die Industrie.

Einzige leuchtende Ausnahme: Einige skandinavische Reedereien, allen voran Stena Lines und Maersk, würden sich für eine grünere Zukunft in der Frachtschifffahrt einsetzen. Also vielleicht doch ein Funken Licht am Horizont der unbelehrbaren Reeder.


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