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Donnerstag, 15 September 2016 05:31

Arktisches Meereis auf dem Rückzug - Massentourismus auf dem Vormarsch



In diesem September ist die Fläche des Arktischen Meereises auf die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen abgeschmolzen. Währenddessen fahren immer größere Kreuzfahrtschiffe immer öfter in diese Meeresgebiete, und gefährden die dortige Umwelt zusätzlich.


Nordost- und Nordwestpassage befahrbar

In diesem September ist die Fläche des arktischen Meereises auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern abgeschmolzen. Dies ist die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen. Weniger Meereis gab es nur im Negativ-Rekord-Jahr 2012 mit 3,4 Millionen Quadratkilometern.

"Dies ist erneut ein massiver Eisverlust in der Arktis", so Prof. Lars Kaleschke von der Universität Hamburg.

Prof. Christian Haas vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) bestätigt: "Der Trend setzt sich fort." Nordost- und Nordwestpassage sind jetzt gleichzeitig für Schiffe befahrbar.


kreuzfahrten gefährden die arktis

Die Crystal Serenity startete eine symbolträchtige Arktis-Kreuzfahrt (Bild von Crystal Cruises)


Verursacher und gleichzeitig Nutznießer

Vergangenen Monat nutzte nun das über 1500 Personen fassende Kreuzfahrtschiff Crystal Serenity die geschmolzene Eisdecke, um zahlungskräftigen Touristen ein "einmaliges Erlebnis" zu bieten: Eine Kreuzfahrt ins einstmals ewige Eis. Ein Erlebnis, das wohl in Zukunft weit weniger exklusiv sein wird, als es derzeit noch scheint. Denn das Eis taut, und der Keuzfahrttourismus boomt.

Die Ironie des ganzen: Kreuzfahrtschiffe wie die Crystal Serenity haben eine schlechte CO2-Bilanz, und tragen damit zu einer weiteren Klimaerwärmung bei - und somit zum weiteren Schmelzen des arktischen Eises. Und sind doch gleichzeitig eine der wenigen Gewinner dieser Entwicklung.

Zudem werden von Umweltschutzorganisationen mangelnde Sicherheitsvorkehrungen kritisiert: Im Falle eines Unfalls, zum Beispiel nach einer Kollision mit einem Eisberg, seien Mensch und Natur gefährdet. Rettungs- und Umweltschutzmaßnahmen, um Menschenleben nach einem Unfall zu retten und eventuell ausfließendes Öl aufzuhalten, seien in dieser abgeschiedenen Region nicht gut realisierbar.


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