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Montag, 17 Juli 2017 08:41

Internet an Bord: 2/3 der Seefahrer ohne Zugang zu Sozialen Medien

Bild von Karl Baron, CC BY 2.0

 

 

Depression, Einsamkeit, Heimweh - was vielen Seefahrern an Bord am meisten fehlt, ist der Kontakt zu Familie und Freunden. Im Digitalen Zeitalter sollte das Dank E-Mail, Sozialen Netzwerken und Videoanrufen eigentlich kein Problem mehr sein. Die Realität auf See sieht jedoch meist anders aus.

 

Sparzwang auf Kosten der Seefahrer

Obwohl es über Satelitenverbindungen die Möglichkeit gibt, Internet auch auf Frachtschiffen anzubieten: Der Besatzung zur Verfügung gestellt wird dieser Service nur in wenigen Fällen. Und falls doch, dann sehr beschränkt. Ganz klarer Grund: Datenvolumen über Sateliten kostet, und zwar deutlich mehr als über Kabelverbindungen an land.

So kommt es dazu, dass zwar 57% der Seefahrer über Internetzugang auf ihrem Schiff verfügen und ihre E-Mails abrufen können, aber nur 36% Zugang zu den Sozialen Medien haben. Videochat, die einzig wirklich authentische Möglichkeit mit der zuhausegebliebenen Familie in Kontakt zu treten, können sogar nur verschwindene 4% der auf See arbeitenden Menschen nutzen.

Die Folge: Meist höchstens Kontakt nach Hause via E-Mail, allenfalls ausreichend für kurze Lageberichte. Wirklichen Kontakt zu Familie und Freunden kann man so nicht herstellen. Bei langen Seefahrtszeiten keine sehr schöne Aussicht. Doch wenigstens in den Häfen zeichnet sich eine Verbesserung der Lage ab.

 

WiFi im Hafen als Rettungsanker

Nach Tagen oder Wochen auf See, mit nur sporadischem Kontakt in die Heimat, gibt es wenigstens ab dem Einlaufen in den Zielhafen meist ganz gute Chancen auf eine bessere Verbindungsmöglichkeit.

Meist bieten bereits die Häfen kostenloses WiFi an, mit dem oft problemlos WhatsApp, Facebook und Skype genutzt werden können. Ist dies nicht der Fall, gibt es noch den Gang zur bei Seefahrern ohnehin sehr beliebten Seemannsmission.

Neben einem kühlen Bier, Snacks und Gesellschaft, wird hier inzwischen auch (fast) immer WiFi angeboten. Manchmal zu Zeittarifen, manchmal umsonst. So hat der Seefahrer wenigstens an Land die relativ sichere Möglichkeit, mit Zuhause in Kontakt zu treten.

Eine Verbesserung der Lage an Bord bleibt abzuwarten.

 

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