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Montag, 06 Februar 2017 09:53

Libysche Küstenwache fängt in einer Woche 1131 Flüchtlinge ab

Bild von Kevin McElvaney



In einer Woche hat die libysche Küstenwache 1.131 Flüchtlinge in ihren Gewässern abgefangen. Während den  Arabern mit ihren Familien nun ein Überlebenskampf im Bürgerkriegsland Libyen bevorsteht, sieht die Zukunft für die zahlreichen Schwarzafrikaner noch düsterer aus: Sie erwartet in Libyen erneut ein Kreislauf aus Missbrauch, Zwangsarbeit, Vergewaltigung und massenhafter Internierung in Zwangslagern.

Laut Angaben des Sprechers der "libyschen Marine", Ayoub Qassim, wurden alleine am Donnerstag 431 Menschen aus Schlauchbooten abgefangen. Weitere 700 wurden am 27. Januar auf ihren Holzbooten an der Weiterfahrt gehindert.


Dreckiger Deal, Stärkung von Milizen

Mit dem am vergangenen Freitag auf Malta beschlossenen Deal wird die EU nun die sogenannte "libysche Küstenwache" unterstützen. Eine Organisation die teilweise von rivalisierenden Milizen betrieben wird, schlecht ausgebildet ist und schon mehrfach in Konflikte mit europäischen Rettungsschiffen verwickelt war.

Besonders ihr brutales vorgehen gegen die Flüchtlinge steht in der Kritik. 

Auf den Ende vergangenen Monats gestoppten Booten waren, auch nach Angabe Qassims, wieder zahlreiche Frauen und Kinder. Dass Europa es nun nicht nur toleriert, sondern sogar unterstützt, sogar Familien und Minderjährige in ein Bürgerkriegsland zurückzuschicken, ist mehr als nur zynisch.

Besonders Schwarzafrikaner sind in Libyen kompletter Willkür ausgesetzt und werden regelmäßig zu unbezahlter Arbeit gezwungen, körperlich misshandelt, Frauen oft mehfrach vergewaltigt und in die Prostitution gezwungen.

Ob also das Abfangen dieser 1.131 Flüchtlinge ein Erfolg ist, darf stark in Zweifel gezogen werden. Ebenso die Rechtmäßigkeit der EU-Beschlüsse auf Malta.


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