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Montag, 10 Oktober 2016 05:40

Folter und Tod: Ist das die Antwort auf Piraterie?

Bild von YT / PCASP Network



Obwohl die Piratenattacken weltweit eher abnehmen, es gibt sie immer noch. Und diesen Monat ist wieder einmal ein verstörendes Video aufgetaucht, in dem die Misshandlung von gefangengenommen Piraten festgehalten wurde. Nicht der erste Fall, und bei weitem nicht der schlimmste.


Verzweiflung trifft Verrohung

Die Gründe für das Vorhandensein von Piraterie sind vielfältig, ein gemeinsamer Punkt ist jedoch stets die Armut und Aussichtslosigkeit der betroffenen. Während viele in den oft von Armut und Bürgerkrieg besonders geplagten Regionen eine Zukunft im Ausland suchen, kämpfen einige vor Ort um ihr Überleben. Und einige wenige greifen zu den Waffen.

Dadurch kann aber auch das von ihnen verursachte Leid nicht entschuldigt werden. Geiselnahmen, welche die Haupteinnahmequelle der meisten Kaperungen bilden, hinterlassen die betroffenen Seeleute oft schwer traumatisiert. Ein weiterarbeiten in der Seefahrt ist für viele der Betroffenen, nach solch einer Erfahrung, nicht mehr möglich.

Dennoch ist es schockierend Videos zu sehen, in denen sich der Frust der Seefahrer gegen ihre Angreifer entlädt. Diese Aufnahmen sind am 3. Oktober aufgetaucht, und sind ziemlich verstörend. Gezeigt wird zunächst die Rückeroberung eines gekaperten Frachters, sowie die Gefangennahme der Piraten.

Es folgen Bilder aus einer Kabine des Schiffes, in denen ein Seemann - offensichtlich unter Anleitung - einen der Gefangenen misshandelt:




Russland besonders berüchtigt

In der Vergangenheit war es besonders die russische Marine, die vor der Küste Somalias durch besondere Brutalität aufgefallen ist.

2014, als Piraterie am Horn von Afrika noch eine Gefahr war, kam eine besonders grausame Geschichte an die Öffentlichkeit.

Piraten hatten den Containerfrachter Moskow University im Golf von Aden gekapert. Marineeinheiten des russischen Kriegsschiffes Marshal Shaposhnikov kamen dem Frachter zur Hilfe und stürmten ihn.

Obwohl die Gefangenen ursprünglich für einen Prozess nach Russland gebracht werden sollten, entschied sich der zuständige Oberst anders: "Wieso sollten wir sie bei uns durchfüttern?"

Stattdessen wurden die 10 Männer - ohne Navigationsausrüstung und Verpflegung - in einem kleinen Schlauchboot ausgesetzt. Wenig später berichteten somalische Medien, dass die Männer tot aufgefunden wurden. Einige Berichte geben zudem an, sie seien erschossen worden bevor sie auf das Boot geladen wurden. Beweise dafür gibt es nicht.

Auf YouTube gibt es eine Vielzahl von Videos, die das aggressive Vorgehen gegen die Piraten zeigen:



Auch wenn die Frustration aller betroffenen verständlich ist: Das Ausmaß an Brutalität das hier teilweise zum Ausdruck kommt, ist unausstehlich. Besonders die verantwortlichen Führungskräfte sollten, mit einer solchen Situation konfrontiert, besonnener vorgehen als die Piraten.


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