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Dienstag, 26 Juli 2016 06:59

Piraterie: Kabelleger im Roten Meer angegriffen, auch Sulusee weiter im Fokus

Bild: via Vesselfinder



Wie die Internationale Handelskammer (ICC) meldet, wurde ein Kabelleger im Roten Meer von zwei Skiffs attackiert. Dank bewaffneter Wachleute an Bord wurde der Angriff jedoch abgewehrt - eine Praxis, die auch in der asiatischen Sulusee immer attraktiver wird.


Kabelleger schiesst zurück, Piraten fliehen

Der Live Piracy Report der ICC meldet, dass sich der Angriff am vergangenen Freitag im Roten Meer ereignete. Das Arbeitsschiff war wegen aktueller Kabellegearbeiten mit nur 0,5 Knoten unterwegs, als sich zwei Skiffs mit hoher Geschwindigkeit näherten.

Die mit AK47 und Raketenwerfern bewaffneten Piraten fingen an das Schiff zu beschießen, alle nicht-essentiellen Besatzungsmitglieder verschanzten sich in der Zitadelle des Kabellegers. Mit diversen Notrufen wurde auch die Marine über die Lage informiert.

Durch massiven Beschuss der Angreifer durch die an Bord befindlichen bewaffneten Sicherheitskräfte, konnten die Piraten jedoch vor dem Eintreffen von weiterer Hilfe in die Flucht geschlagen werden.


Bewaffnete Sicherheitkräfte in der Sulusee?

Auch in der Sulusee wird nun, derzeit konkret von Indonesien, der Einsatz von bewaffneten Sicherheitskräften an Bord von dort fahrenden Schiffen in Betracht gezogen.

Zuletzt kam es in der Gegend gehäuft zu Piratenattacken, besonders durch die islamistische Räuberbande Abu Sayyaf. Meist wurde ein Großteil der Besatzung als Geiseln genommen und Lösegeld verlangt. Der letzte Angriff ereignete sich vor weniger als zwei Wochen. Insgesamt befinden sich mehr als 20 Seeleute in der Gewalt der Islamisten.

In einem Treffen zwischen den Außenministerien Indonesiens, Malaysias und der Philippinen soll nun der rechtliche Rahmen des Einsatzes bewaffneter Wachleute besprochen werden. Auch die bisher weniger erfolgreiche Marinepräsenz in der Region soll besser koordiniert, sowie sichere Passagestrecken festgelegt werden.


Global jedoch ist die Anzahl der offiziell gemeldeten Piraterievorfälle so tief wie seit 21 Jahren nicht mehr - was wohl auch dem Einsatz bewaffneter Sicherheitskräfte an Bord zu verdanken ist.


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