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Mittwoch, 20 Juli 2016 05:55

Organe als Fährgeld: Tausende Flüchtlinge brutal ausgenutzt?

Bild: Jason Florio / MOAS



Letztes Jahr hatten italienische Medien vom mysteriösen Verschwinden tausender Flüchtlinge, viele davon unter 18 Jahren, berichtet. Ein früherer Menschenschmuggler aus Eritrea, der jetzt mit den Behörden zusammenarbeitet, hat eine grausame Erklärung dafür.



Warum suchte sie niemand?

Bereits Mitte letzten Jahres gab es in Italien Berichte über mehr als 5000 allein reisende Kinder, die nach ihrer Flucht aus Libyen übers Mittelmeer, spurlos verschwunden waren.

Nach dem Horror des Krieges, wurden sie meist von ihren Familien zu Verwandten in Europa geschickt. Viele kamen jedoch nie an. Die Vermutung damals war, dass viele wohl in die Hände von Menschenhändlern geraten sind.

Ein medialer Aufschrei oder intensivere Berichterstattung blieb dennoch aus.


organhandel flüchtlinge

Bild: APP via Vesselfinder


Die Wahrheit ist noch grausamer

Atta Wehabrebi, ein früherer Menschenschmuggler der nun im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms aussagt, weiß was mit zumindest einem Teil der inzwischen über 10.000 verschwunden Flüchtlinge passiert ist. Und die Realität ist grausamer als alle Vermutungen.

Italienischen Behörden gegenüber sagte er aus, dass Flüchtlinge die ihr Fährgeld über das Mittelmeer nicht zahlen könnten, regelmäßig an eine in Ägypten ansässigen Organhändlerring verkauft werden. Für umgerechnet ca. 15.000 Euro pro Mensch.

Die meisten der Opfer überleben die Organentnahme nicht, vor allem bei der Entfernung mehrerer Organe sind die Überlebenschancen gering.

Im April waren die Leichen von acht somalischen Männern an der Küste Alexandrias angespült worden - mit aufgeschnittenen Körpern, denen lebenswichtige Organe entnommen wurden.

Wehabrebis Aussagen haben bereits zu zahlreichen Verhaftungen geführt, die Enthüllung dieser Praxis der Organentnahme ist jedoch das schockierendste seiner Geständnisse. Seine Haftstrafe in Italien konnte der reuige Menschenschmuggler wegen seiner Kooperation auf fünf Jahre verkürzen.


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