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Montag, 27 Juni 2016 08:05

Künstliche Insel für die Offshore-Windparks auf der Doggerbank?

Bild: Tenne T




Die niederländische Firma Tenne T hat Pläne bekanntgegeben, eine sechs Quadratkilometer große, künstliche Insel auf der Doggerbank zu errichten. Sie würde als Wohnraum für 2000 Mitarbeiter, sowie als Logistikzentrum der umgebenden Windparks dienen - inklusive Hafen und Landeplatz.


Weit draußen liegt die Zukunft

Die derzeit für Offshore-Windparks genutzten, relativ küstennahen Gebiete, werden langfristig keine ausreichenden Kapazitäten zur Deckung des Bedarfs an Offshore-Windenergie bieten. Aus diesem Grund müssen mögliche Standorte in größerer Entfernung zur Küste in Betracht gezogen werden.

Der Nachteil besteht in den wesentlich höheren Kosten: Die Bau- und Instandhaltungskosten der sehr küstenfernen Windparks sind höher und die Windparks müssten über im Verhältnis teurere, einzelne Gleichstromleitungen verbunden werden. Wechselstromtechnologie kann für den Anschluss von Offshore-Windparks auf hoher See nicht verwendet werden, weil der Stromverlust während der Übertragung an das Onshore-Netz inakzeptabel hoch ist.

Durch den Bau einer von Windparks umgebenen Insel (in relativ geringem Abstand) würde die auf hoher See erzeugte Windenergie die gleichen Kostenvorteile bieten wie die küstennah erzeugte Windenergie. Für die geringeren Abstände zwischen den Offshore-Windparks und der Insel können weitaus günstigere Wechselstromverbindungen genutzt werden.


doggerbank windpark

Tiefenlinien der Doggerbank; Quelle: Senckenberg.de


Logistikzentrum auf der Doggerbank

Tenne T plant einen Baubeginn ab dem Jahr 2030, 20 Jahre später wäre die Insel, mitten in der Nordsee, komplett betriebsbereit. Zu den geplanten Einrichtungen zählen unter anderem mehrere Konverter, eine Landebahn für Flugzeuge, ein Hafen und Wohnungen für rund 2000 Mitarbeiter.

Zudem soll die Insel als Zwischenlager und Logistikzentrum dienen und Turbinen, Rotorblätter, Masten und Hochspannungsanlagen für die umliegenden Windkraftfelder lagern.

Die Sandbank Doggerbank liegt ziemlich zentral in der Nordsee, ihre Entfernung zur dänischen und der britischen Küste beträgt je etwa 100 km. Besonders wichtig für die Errichtung der Insel ist es jedoch, dass die Doggerbank eine extrem flache Region ist. Im Schnitt ist die Nordsee 94 m tief - an den seichtesten Stellen der Doggerbank sind es nur 13 m bis zum Grund.

Da das Projekt jedoch die Kooperation mehrerer Staaten erfordern würde, welche die Insel nutzen könnten - alle Nordseeanreiner, mit Windparks in der Region - ist eine intensive Vorplanungsphase geplant. Erst dann kann diese künstliche Insel auf der Doggerbank Wirklichkeit werden.


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