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Donnerstag, 04 August 2016 06:30

Wettrüsten am Meeresgrund? China plant Unterwasserstation im Südchinesischen Meer

Bild: NASA Unterwasserlabor "Aquarius"



3.000 Meter unter der Wasseroberfläche - so tief soll Chinas neue, bemannte Unterwasserstation im Südchinesischen errichtet werden. Und, neben der Suche nach Rohstoffen, wohl auch militärischer Nutzung in dem heiß umkämpften Meeresgebiet offen stehen.


Dauerbrenner Südchinesisches Meer

Neben China erheben außerdem unter anderem die Fillippinen, Vietnam, Taiwan, Malaysia, Brunei and Indonesien Ansprüche auf Teile dieser Zone, in der neben Territorialinteressen auch die vermuteten Rohstoffressourcen am Meeresgrund Begehrlichkeiten wecken.


südchinesisches meer


In Den Haag wurde erst vor wenigen Wochen ein Urteil gesprochen, in dem China 80% des Seegebietes abgesprochen wurden. Der schon seit langem schwelende Streit wurde von den Philippinen vor Gericht gebracht, als China Pläne bekanntgab, Flughäfen in dieser von mehreren Staaten beanspruchte Zone zu errichten.
Für eine chinesische Hoheit in großen Teilen des Südchinesischen Meeres gebe es keine historische oder rechtliche Grundlage, begründete das Gericht seine Entscheidung. Peking lehnt das Urteil jedoch ab, weil die chinesische Führung die Zuständigkeit des Schiedsgerichts nicht anerkennt und hielt daraufhin eine groß angelegte Militärübung in dem Gebiet ab.


Tatsachen schaffen mit einer Unterwasserstation

Nach der Errichtung eines Flughafens und weiterer Objekte in dem Meeresgebiet (es wurden bis jetzt unter anderem Ölbohrplattformen sowie eine Militärsiedlung gebaut), will China nun den Bau einer bemannten Unterwasserstation vorantreiben.

Auf einer Liste des chinesischen Forschungsministeriums steht, der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, auf Platz 2 von 100 Technologie-Meilensteinen (die in den nächsten fünf Jahren erreicht werden sollen), eben dieses Megaprojekt.

Die Herausforderung wird nicht das Tauchen in die Tiefe von 3.000 Metern sein, dies gelang bereits vor 50 Jahren. Schwierig wird es sein, in diesen Tiefen auch tatsächlich ununterbrochen Menschen leben zu lassen.

Neben der zivilen Nutzung, nämlich der Ausbeutung von Meeresrohstoffen, soll die Station jedoch vor allem eins tun: Weiter Tatsachen schaffen. Denn Meeresgebiete, auf denen chinesische Objekte stehen, sind in einem internationalen Rechtsstreit dann viel eher auch China zuzusprechen.

Zudem wird die Unterwasserstation laut Xu Liping, einem Forscher der Chinese Academy of Social Sciences "Obwohl sie primär für zivile Zwecke erbaut wird, auch militärische Einsatzmöglichkeiten haben".


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