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Donnerstag, 02 Februar 2017 08:48

Schäbig: Deutsche Reeder führend beim Billig-Abwracken

Bild von Naquib Hossain / cc-by-sa-2.0



Mit einer Quote von 98% der getätigten Abwrackungen in Südostasien, führt Deutschland die Liste der Schande der NGO Shipbreaking Platform an. Damit verantworten deutsche Reeder zahlreiche Tote und Verletzte an den Stränden, sowie massive Umweltverschmutzung stark mit. Doch welche Reedereien fielen besonders negativ auf?


Liste der Schande

Führend in der Lister der Schande für Deutschland ist Hansa Mare aus Bremen, die im letzten Jahr 12 ausgemusterte Schiffe an Billig-Abwrackstrände verkauft hat. Mit je sieben Schiffen folgen Alpha Ship, F. Laeisz und Peter Döhle, danach mit je sechs Schiffen Dr. Peters, König & Cie, Norddeutsche Vermögen und Rickmers.

Von den 100 im letzten Jahr von deutschen Reedereien zum Abwracken geschickten Schiffen, landeten ganze 98 auf den berüchtigten Abwrackstränden Südostasiens -  40% davon sogar in Bangladesh, wo die Bedingungen besonders grausam sind.

Alleine während der Zerlegung des deutschen Frachters Renate N in Chittagong kamen dem Bericht der NGO zufolge drei Menschen ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt. Die Gesamtzahl der von deutschen Reedern zu verantwortenden Todesopfer ist jedoch schwer abzuschätzen, da eine Überwachung der betreffenden Abwrackbetriebe kaum stattfindet.

Sogar der UN-Sonderberichterstatter für Giftstoffe und Menschenrechte brachte seine Sorgen in einem Schreiben an die Bundesregierung zum Ausdruck: Er kritisiert dort die minderwertigen Verschrottungspraktiken der deutschen Reeder scharf. Im November starb ein weiterer Arbeiter in Bangladesch bei der Verschrottung des nur 10 Jahre alten, defizitären Containerschiffs Viktoria Wulff.

Ganz abgesehen von den massiven Negativfolgen für die Umwelt, haben deutsche Reedereien mit ihren Abwrackpraktiken zahlreiche Tote und Verletzte zu verschulden. Eine Tatsache, die den Ruf der ohnehin als Knauser bekannten deutschen Reeder international nicht verbessern wird.


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